weitere Hilfen im Umgang mit Verlangen
( " Saufdruck " )

Du solltest jeden dieser Punkte nicht nur lesen,
sondern auch gründlich über jeden nachdenken.

  • Erkenne, daß es sich bei dem Wunsch nach Alkohol um Verlangen handelt, das nach
    einiger Zeit wieder abklingt.

  • Denke daran, daß zeitweiliges Verlangen völlig normal ist und auch eventuelle
    Körperreaktionen ( wie Nervosität, innere Unruhe, usw. ) mit dem Wunsch zu trinken
    zusammenhängen. ( Die Tatsache, daß, du Verlangen spürst muß also nicht heißen,
    daß du auf dem Weg in den Rückfall bist ).

  • Auslöser für Verlangen können bestimmte Gewohnheiten, die mit Alkohol gekoppelt
    waren, z.B. nach der arbeit mit Kollegen den Feierabend einläuten, äußere Gegebenheiten, wie z.B. der Anblick von Alkohol oder eine vertraute ( Trink ) Umgebung, oder aber innere Gefühle wie Angst, Wut, Traurigkeit oder Hilflosigkeit sein.

  • Bedenke, daß du Verlangen nicht nachgeben mußt, sondern es bewältigen kannst. Setze
    deine Fähigkeiten aktiv ein.

  • Konzentriere dich darauf, was gerade hier und jetzt im Augenblick passiert und steigere
    dich nicht in angsterzeugende Gedanken ( " ich halte das nicht aus..." ) hinein.

  • Wenn das Verlangen schwächer ist, beobachte es und merke wie es, wie es stärker wird,
    aber dann auch wieder nachläßt ( wie eine Welle, die sich aufbaut und wieder abebbt ).

  • Wenn das Verlangen stärker sein sollte, verändere dein Verhalten, indem du in diesem
    Moment etwas anderes tust, als gewohnt ( z.B. einen Spaziergang machen, dich
    bewegen, die Umgebung beobachten usw. ).

  • Stoppe deine Gedanken ( wie ein Befehl an dich selbst : " STOP " ).

  • Lenke deine Aufmerksamkeit gezielt auf andere, " trockene ", Gedanken. Bedenke, daß
    dein Leben ohne Alkohol Vorteile hat, daß du vielleicht Probleme hast, die du aber
    kannst ( bzw. es zunehmend besser lernst ). Halte dir immer wieder die positiven Folgen
    deiner Nüchternheit vor Augen !

  • Denke daran, wieviel du in deinem Leben wegen des Alkohols verloren hast, wieviel du
    und andere deswegen durchmachen mußten und daß du deshalb jetzt abstinent bleiben
    willst.

  • Atme ruhig und langsam und versuche, dich aktiv zu entspannen.

  • Denke daran, daß dir jedes Auftreten von Verlangen eine gute Gelegenheit gibt, deine
    Abstinenz weiter zu festigen.
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