Der sichere Weg in den
|
|||||||||
|
|
|||||||||
| Es
folgt eine Auszug aus der Sendung ARD - Brisant vom 09.10.2000
zu dem ich im Anschluß eine Stellungsnahme ( meine Meinung dazu ) von mir geben möchte. Neue Alkoholtherapie Sendung vom 09.10.2000 ARD – Brisant Nachzulesen : http://www.mdr.de/brisant/themen/index_thema3450.html Das gepflegte Feierabendbier oder der
Wein zum Essen sind für die meisten von uns ganz normal. Aber der
Übergang vom Genuss zum Gebrauch und von dort in die Sucht, vollzieht
sich meist unbemerkt. Etwa 10 Millionen Deutsche haben ein Alkoholproblem.
Nur vier Prozent von ihnen unternehmen etwas gegen ihre Sucht und suchen
Rat bei einem Arzt oder Therapeuten, treten einer Selbsthilfegruppe wie
den Anonymen Alkoholikern bei. Trotz der Therapiemöglichkeiten wird
etwa die Hälfte der Betroffenen rückfällig.
Auch Jens ist Alkoholiker. Er hat erfolglos vieles
ausprobiert, um von der Sucht loszukommen. Jetzt meint er eine Methode
entdeckt zu haben, die ihm dauerhaft helfen soll: kontrolliertes Trinken.
In seiner schlimmsten Zeit trank Jens Abend für Abend gut zehn Bier
und einige Schnäpse - der Kater am nächsten Morgen war normal.
Als er zum zweiten Mal ohne Führerschein betrunken am Steuer erwischt
wurde, musste er für acht Monate hinter Gitter. Erst da gestand er
sich ein, dass er abhängig ist. Mit Hilfe der Anonymen Alkoholiker
blieb Jens fünf Jahre völlig abstinent. Aber er merkte: Ein
Leben lang würde er nicht auf den Genuss von Alkohol verzichten wollen.
Jens hörte von einem Modell-Projekt für
Alkoholiker bei der Caritas: kontrolliertes Trinken, eine zwölfwöchige
Gruppentherapie in Nürnberg. Wesentlicher Unterschied zu den herkömmlichen
Therapien: Die Alkoholkranken müssen nicht vollständig auf ihren
Stoff verzichten. Sie bestimmen selbst, wie viel sie trinken. Dabei ist
nicht die Menge Bier entscheident, sondern der Wunsch, das Problem in
den Griff zu bekommen.
Jens hat bis heute, sechs Wochen nach Ende der
Therapie, durchgehalten. Seinen Vorsatz, nicht mehr als zwölf Bier
in der Woche zu trinken und mindestens einen alkoholfreien Tag einzulegen,
hält er eisern ein. In einem Trinktagebuch protokolliert er, wie
viel er wann und vor allem warum er trinkt. Jens ist sich sicher, dass
er für immer von der Alkoholsucht wegkommen kann. Doch alleine schafft
er es nicht. Deshalb sucht er nun eine Selbsthilfegruppe, die ihn in seinem
Wunsch unterstützt, wenig zu trinken.
Diese Berichterstattung finde ich als trockener
Alkoholiker als Schlag in aller Gesichter die sich in irgendwelcher Formen
der Suchthilfe verdient machen wie z.B Selbsthilfegruppen aller Verbände
und Privat Initiativen. Was in diesem Bericht dargestellt worden ist,
" ist der sichere Weg in den Rückfall mit Unterstützung
". So hätte die Überschrift auch lauten müssen und
nicht " Neue Alkoholtherapie".
Ich kann jeden nur davor warnen, solche absolut
unvernünftige Verbreitung vom kontrollierten Trinken überhaupt
in Erwägung zuziehen. Denn wie jeder Trockner Alkoholiker weiß,
der die Erfahrung eines Rückfalles hinter sich hat Was dem in den Bericht erwähnten Jens angeht,
so denke ich, das er noch nie richtig Trocken war , sondern nur eine 5
jährige Trinkpause eingelegt hatte. Und die einzige Gruppe, die er
finden wird, wird früher oder später die in den Gaststätten
sein bei den anderen Trinkern.
Ich würde mich freuen, das bei solchen Berichten
auch mal auf die Gefahren hingewiesen würde, die mit dem unweigerlich
verbunden sind.
Denn nichts ist schlimmer als eine einseitige
Berichterstattung und Vermarktung auf Kosten derer, die sich ernsthaft
der Alkoholhilfe verdient machen . Denn den einzigen die damit geholfen
wird, sind die, die das kontrollierte Trinken verbreiten und vermarkten
sowie die Alkoholkonzerne. Dabei sollte man auch bedenken, das dies auf
Kosten der Krankenkassen geschieht.
Zu diesem Thema, habe ich in meinem Forum auch
eine Diskussionsrunde eingerichtet " PRO und Contra – Kontrolliertes
Trinken " um eine ausreichende Meinungsbildung zu bekommen und der
Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Wer mehr noch zu dem Thema wissen möchte,
der folge dem LOGO "Kontrolliert Trinken wie Lange ??" . Der
Initiative ( läuft seid dem 03.10.2000 ) haben sich schon
viele Gruppen und privat Initiativen angeschlossen.
Eine Kopie dieser Seite habe ich dem Redaktionsteam
der Sendung Brisant zu kommen lassen. Mit der Hoffnung, zu erreichen das
mal eine Sendung gemacht wird mit dem Thema Pro und Contra – kontrolliertes
Trinken, damit endlich mal zu dem Thema vernünftige Aufklärung
betrieben wird.
Thomas Kühne
|
|||||||||
|
|
|||||||||
|
|
|||||||||
|
|