Hilfe für Kinder und Jugendliche
von Alkoholikern
 
Diese Seite soll allen Kindern und Jugendlichen von Alkoholikern zum Nachdenken anregen und den Mut machen, sich mit ihren Problemen an Gleichgesinnte zu wenden.

Es gibt viele Verbände und Organistionen die Hilfe und Selbsthilfegruppen für euch anbieten.

Die Adressen bekommt ihr bei jeder Suchtberatungsstelle in eurer Stadt.

Solltet ihr Ängste haben, oder nicht wissen wo ihr hingehen könnt, dann werde ich versuchen euch zu unterstützen.

Ihr könnt mir jederzeit per mail , ein Nachricht oder Anfrage zu kommen lassen, die ich euch, dann selbstverständlich vertraulich beantworte.

Ich habe hier zwei verschiedene Beispiele von Verbänden dargestellt, es gibt noch viele andere Projekte und Hilfen wie z.B. Ala-teen von den Anonymen Alkoholikern

Es folgt ein Bericht ( entnommen aus einen Zeitungsbericht von Nora Brühl ) über die Arbeit der

"Kreuzbundjugendgruppe - Marthastraße ( Berlin )"

und Erfahrungsberichte der Kinder von Alkoholikern
aus dieser Gruppe.

" Aussagen von Gruppenmitgliedern "

Mein Vater hat wieder Mist gebaut, und jetzt will er bei mir unterkommen. Ich ignoriere ihn aber. Der soll nicht zu mir kommen. " Karen ist 23 Jahre alt und ihr Vater ist rückfälliger Alkoholiker. Seit zwei Jahren trifft sie sich in der Jugendgruppe regelmäßig mit anderen Jugendlichen, die ähnliche Probleme haben wie sie. Weil ihre Eltern Alkoholiker sind.


In der Jugendgruppe des Kreuzbundes finden sie Gleichaltrige, die genau wissen, worum es geht. Sie haben der Gruppe einen festen Platz in ihrem Leben eingeräumt.

" Am Anfang war das gar nicht so leicht ", sagt Stephan. " Doch nach und nach wurden wir immer vertrauter, jetzt wissen wir, daß alles in der Gruppe bleibt. " Stephan ist 21 Jahre alt. Seine Mutter ist seit zehn Jahren trocken. Für ihn ist die Zeit davor nicht ausgelöscht. " Bis dahin habe ich meine Mutter nie nüchtern erlebt. Sie trank schon, als ich auf die Welt kam. Sie lungerte nur auf der Couch rum, schickte mich und meine Schwester, um ihre Aufgaben zu erledigen. " Seine Mutter trinkt heute nicht mehr. Trotzdem meint Stephan, daß sie im Grunde so geblieben ist, wie zu ihrer nassen Zeit. " Sie ist immernoch wahnsinnig aggressiv. Wenn ich mit ihr darüber reden will, wie ich sie früher erlebt habe, ist alles, was ich sage für sie Lüge. "

In der Jugendgruppe kann Stephan über seine Erlebnisse sprechen. Alle Beteiligten haben Ähnliches hinter sich. Die Leute aus der Gruppe sind zu Freunde geworden, und das ist Ihnen wichtig.

" Es ist sehr schwierig, Freunde zu finden. Die meisten wollen nicht mal akzeptieren, daß wir keinen Alkohol trinken. Ich habe alle alten Kontakte abgebrochen " erzählt Bertram ( 19 ). Er sagt, es sei schwierig nicht zu übernehmen, was zu Hause vorgelebt wurde. Bei ihm tranken beide Eltern.

Der 29 - jährige Jan ist der älteste der Gruppe. Der Einzige, der selbst süchtig geworden ist. Vater und Mutter sind Alkoholiker. Mit Vierzehn schuf er sich einen Familienersatz - in der Clique. " da habe ich angefangen zu trinken. Der Alkohol hatte für mich nichts mit meiner Familie zu tun. " Daß er selbst alkoholkrank war, machte er sich nicht klar. " Ich habe im Zivildienst sogar selbst Alkoholiker betreut und hätte merken müssen, daß ich eigentlich genauso einer bin. " Irgendwann in dieser Zeit bekam Jan einen epileptischen Anfall. Er mußte in die Notaufnahme in dem Krankenhaus, in dem er noch immer seinen Zivildienst leistete. " Ich kannte dort alle Ärzte und habe die überredet, mich wieder rauszulassen. " In der Notaufnahme landete er dann noch mehrmals. Erst eine neue Ärztin merkte, was los war, und behielt ihn da. Es folgten zwei Entgiftungen und die Therapie. " Jetzt bin ich seit dem 5.November 1997 trocken ", sagt Jan. " Aber ich fühle mich nicht erwachsen. Deshalb gehe ich zur Jugendgruppe, obwohl ich hier der älteste bin. " Jan glaubt heute : " Eigentlich sind die Mitbetroffenen, also Kinder, Ehepartner oder auch Freunde die wahren Betroffenen. "

Nichts ist in Ordnung, das zuzugeben fällt besonders Kindern und Jugendlichen schwer. Das weiß auch Ulrich, der Ehemann von Jugengruppengründerin Maria Mauch. " Jetzt, wo ich trocken bin, möchte ich, daß meine Kinder die Hilfe bekommen, die mir zuteil wurde. Einzugestehen, daß ich mit dem Alkoholismus meine Kinder geschädigt habe, war ein schwerer Schritt. "

Doch Normalität kehrt nicht so einfach ein ins Leben solcher Kinder.

Diese Aussagen stehen für viele andere Mitbetroffene Kinder und Jugendlichen, deshalb wünsche ich es mir, das viele den Weg sich Hilfe zu suchen aufnehmen, um dann ihre gemachten Erfahrungen und Probleme verarbeiten zu können.

Auszüge aus Gruppenarbeiten & Projekte für Jugendliche unter :
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